Biographien in Bewegung: Transnationale Migrationsverläufe by Andreas Oskar Kempf

By Andreas Oskar Kempf

Andreas Oskar Kempf behandelt transnationale Migrationsverläufe aus dem ländlichen Raum von Ost- nach Westeuropa mit dem Fokus auf Rumänien und Italien. Er rekonstruiert, in welche biographischen Zusammenhänge die transnationalen Migrationsprozesse eingebettet sind, und arbeitet die handlungsorientierenden Wechselwirkungen zwischen Biographie und Migration in ihrer feldspezifischen Typik auf der foundation von ethnographischen Beobachtungen an den verschiedenen Lebensorten der MigrantInnen sowie extensiven biographischen Fallanalysen heraus. Diese Verknüpfung von Biographieforschung und Ethnographie, im Sinne einer „multi-sited ethnography“, gewährt einen präzisen Einblick in die Differenziertheit transnationaler Migrationsprozesse, wie sie sich auf der Ebene des alltäglichen Handelns sowie in biographischen, familialen und lokalen Zusammenhängen im Rahmen (national)staatlicher, ökonomischer und rechtlicher Bedingungen vollziehen.

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Faist 2000b). Zahlreiche Forschungsarbeiten, die sich mit Migrationsbewegungen zwischen Ost- und Westeuropa beschäftigen und auf die hohe Mobilität in den Migrationsverläufen hinweisen, knüpfen an diese Diskussion von Migration als Teil einer (Über-)Lebensstrategie an (vgl. exemplarisch Sandu 2000a, 2005). Nach Auffassung von Mirjana Morokvasic (2003), die ebenfalls Migrationsverläufe von Ost- nach Westeuropa untersucht, geht es bei der Migration vielfach darum, Risiken für die Einzelnen oder den Haushalt abzuwenden.

Die Autoren Michael P. Smith und Luis E. Guarnizo verstehen darunter politische, kulturelle und soziale Praktiken, über die sich MigrantInnen im Rahmen netzwerkartiger Zusammenschlüsse ei- 28 Eine Definition des Begriffs Migrationsregime legen Karakayali/Tsianos (2002) vor. : 246). -19. Juni 2007: 3). Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise gingen diese Bemühungen allerdings zurück. So sorgten Äußerungen des rumänischen Präsidenten Traian Bǎsescu für Aufsehen, rumänische MigrantInnen sollten im Ausland bleiben, um nicht das rumänische Sozialsystem zu belasten (vgl.

Meist wirkten die Netzwerkstrukturen – wie vor allem in ländlichen Herkunftskontexten beobachtet wurde – in Form einer positiven Verstärkung der Migrationsbewegungen auf den Herkunftskontext zurück. Kurzurlaube im Herkunftskontext, Berichte über Erfahrungen im Ankunftskontext und Geldüberweisungen an Familienmitglieder im Herkunftsort konnten die Wahrscheinlichkeit weiterer Migrationsentscheidungen erhöhen. Diese Prozesse wurden in der Theorie der ‘kumulativen Verursachung’, die von Migrationsbewegungen als einem potentiell sich selbst verstärkenden Prozess ausgeht, und dem Begriff der Kettenmigration zusammengefasst (vgl.

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